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Integration durch Lehre

Dem KWP ist es sehr wichtig, jungen Menschen eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen. Daher wurde ein umfassendes Lehrlingsausbildungsprogramm entwickelt.

Das Ziel der strategischen Ausrichtung lautet einerseits sozialpolitische Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen zu übernehmen. Andererseits gewinnt das KWP durch die Ausbildung von Lehrlingen auch an Aufmerksamkeit als attraktiver Arbeitgeber. Das KWP stellt durchgängig 100 Lehrstellen zur Verfügung. Ein Teil der Lehrstellen wird für leistungsschwächere Jugendliche zur Verfügung gestellt. So sind im Gastronomischen Bereich von der Gesamtanzahl an Kochlehrlingen ein Viertel sogenannte „integrative Lehrlinge“.

Neu ist die Integration und damit die Einbindung von unbegleiteten jugendlichen Minderjährigen und Asylsuchenden durch die Möglichkeit einer Kochlehre im Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser seit September 2016. Denn Anwärter auf Asyl sind zum Nichtstun verdammt, sie suchen Beschäftigung, Sinn und eine Perspektive. Das KWP versucht Abhilfe zu schaffen, indem es einer gesellschaftlich wenig beachteten, teilweise diskriminierten Zielgruppe eine integrative Lehre ermöglicht und dabei erlaubt, dass jugendliche Flüchtlinge etwas Sinnvolles tun, eine Ausbildung machen und eine Perspektive mit dem Finanzieren ihres Lebensunterhaltes finden. Dabei wird Integration gewährt und gelebt.

2017, im zweiten Jahr des Projekts, ging das KWP dazu über, Jugendliche aus den klassischen Fluchtländern (Afghanistan, Syrien, Somalia), die teils mit Angehörigen ins Land gekommen sind, in das Projekt einzubinden. Die Jugendlichen bekommen zusätzlich Unterstützung in Form von Deutschkursen, Nachhilfeunterricht für die Berufsschule und beim Umgang mit diversen Behörden. Diese Förderung wird von MitarbeiterInnen des Unternehmens koordiniert und durchgeführt.

Asylwerbende und -berechtigte in eine Berufsausbildung zu integrieren erfordert die Bereitschaft, nicht nur besondere Anforderungen dieser Zielgruppe anzuerkennen und zu berücksichtigen. Auch bürokratische Hürden, der Mangel an vorhandenen hilfreichen Strukturen und nicht zuletzt Vorurteile müssen immer wieder überwunden werden, um den Erfolg zu gewährleisten.

Vonseiten der Jugendlichen besteht der unbedingte Wunsch sich im Gastgeberland „nützlich zu machen“. Die Jugendlichen haben alle Möglichkeiten sich im umfassenden KWP-Lehrlingsförderprogramm zu beweisen. Dabei schreitet die sprachliche Entwicklung voran, sie werden als zuvorkommend und überaus interessiert beschrieben.

Die Zielgruppe – derzeit insgesamt 10 Personen oder 10 Prozent aller KWP-Lehrlinge – wird durch Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule in das Projekt aktiv miteinbezog en. Zugleich ergeben sich viele positive Kontakte durch Aktivitäten in der Lehrlingsgruppe und durch den Austausch mit der inhomogenen Gruppe von insgesamt 4.200 KWP-MitarbeiterInnen, die aus über 60 verschiedenen Ländern kommen. Dabei wird Diversität im Alltag gelebt.

Lehrlinge erleben sich als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft und des jeweiligen Teams, gewinnen Selbstwirksamkeitserfahrungen durch die Ausbildung bei KundInnen und KollegInnen, Vorurteile werden auf beiden Seiten abgebaut und der Horizont aller Beteiligten wird erweitert. 

Und es kann sich ein Imagewandel vollziehen: Statt als hilfsbedürftige EmpfängerInnen von Sozialleistungen wahrgenommen zu werden, werden die TeilnehmerInnen (auch in der Eigenwahrnehmung) als aktive, engagierte junge Menschen gesehen, die ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten und ihre professionellen Kenntnisse und sozialen Fähigkeiten noch weiter ausbauen. Sie sehen in eine Zukunft, statt in die Vergangenheit.

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